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Artist Library / DaS LuftschiFF

DaS LuftschiFF

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Biography

Das Luftschiff gründete sich 1966 unter dem Namen

"Bomb Squad". Es bestand damals nur aus zwei Leuten,

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das waren Igor Ramislafnic (1944-1969) und

der Horac Kamorac (1917 geboren),

sie traffen sich im August '66 während einer Audience

bei dem Videokünstler Starky Knows (1922-1981).

Natürlich waren sie vollgepumpt mit den buntesten

Psychedelika, die dem Menschen bekannt sind und

natürlich konnte nur so eine farbenfrohe Heulerband,

wie das zeichensetzende Bomb Squad entstehen. Ihr

EQ bestand damals aus einer alten Blechbüchse und

zwei Zahnstochern. 16 Jahre später sollten sie schon

drei Zahnstocher haben, aber das wissen wir ja alle.

Jedenfalls produzierten sie noch am selben Abend

gleich 5 Diskographien unterschiedlichster Qualitäten

und Maßstäbe. Einen Monat später stritten sie sich

während einer ausschweifenden Orgie um ein Mädchen,

so ist das nunmal, und so trennten sie sich erstmal

für einige Jahre. 1969, bei Woodstock, sahen sie sich

wieder, bzw. musste Ramislaf in die Mündung von

Kamoracs Revolver blicken, als dieser ihn im

Benzedrinrausch abknallte. Kamorac sah Sekunden später

seine Fehler ein und formte sogleich am zweiten Woodstocktag

die Reunion des Bomb Squads unter dem Namen Das Luftschiff,

abgeleitet von einem handelsüblichem Luftschiff, wie man

sie damals in den beknackten New Wave Läden kaufen konnte.

Kamorac zerrte die durchlöcherte und stinkende Leiche

Ramislafs auf die Bühne (gleich nachdem The Who Gig) und

spielte auf Townsends furios kaputter Gitarre - Er hatte

sie gefangen, oder dem Fänger geklaut, und hat vor sie später

mit in sein Grab im All zu nehmen - irgendwas, was

ihm grad so in den Sinn kam, so wurde Kamorac damals zum Gitarristen,

dabei hing Ramislaf über dem

zerdonnerten Moon Drumset. der Haufen Elend schwang ihm Wind

im Loch der Base, was ein himmlisches Geräusch nackter

Grausamkeit erzeugte. Kamorac schlug mit der halben SG im

Antitakt immer wieder auf den Boden oder auf den Schädel

verschiedener Diver. So entstand die Hitsingle "Kruuuuuuuh",

welche noch am selben Abend die Charts stürmte und Sekunden

später von irgendnem Beatles-Müll verdrängt wurde. Scheiss

Beatles. Aber egal, die Legende lebte wieder. Das erkannten

auch Flew Gootz, Mister Crown und Youth Teddy, begeisterte

Beaties, die auf Woodstock eigentlich Amok laufen wollten.

Sie enternten unter tosendem Geschrei und mit schwingenden

Säbeln die Bühne und spielten mit den Knochen ihrer Feinde

in Kamoracs Antitakt zum Lied. Das Lied war vorbei, doch

sie spielten weiter. Genau 12 bahnbrechende Sekunden waren

die vier Erleuchteten zusammen auf der Bühne, bevor man sie

runterholte, mit Eisenstangen und Ketten.

Verspottet verließen die Vier das Gelände und besoffen sich

mit Meskal und irgendeinem Sprit, der Youth Teddy nach dem

ersten Nipp schon blind machte.

Doch das war nicht wichtig, wichtig war das Damals, der Moment,

gottverdammte Scheisse, rafft ihr das nicht?

Natürlich rafft ihr das nicht, ihr wart ja nicht dabei. HarrHarr.

Wie auch immer, Crown und Gootz besorgten einen Wagen, das

heißt sie stahlen einen, und zusammen fuhren die Vier zu

Kamoracs Wohnung, was damals und immer schon ein Underground Waffenlager war.

Dort schrieben sie 10 Jahre lang Songs, sie ernährten sich alle

von Ratten. Laborratten. Gesüßt und Stoned von den Laborratten

entstanden die tollsten Sachen, doch sie waren alle viel zu "drauf"

um irgendwas aufzuschreiben. Aber auch das war nicht wichtig.

Wichtig war ihr erster Auftritt Winter 1979. Und obwohl sie

seit Woodstock schon in Vergessenheit gerieten, besuchten 4000

Menschen den Gig. Doch nach dem Konzert waren alle Fans tot und

zerstückelt. Gebrochen und gevierteilt von der berauschenden Großartigkeit der

Musik. Die ganze Band kam in den Knast, wo sie heute noch sitzen und noch bis

2004 sitzen müssen. Aber das ist egal, wie so vieles, Kamorac und die Jungs

spielten im Knast mit Gabeln und Zahnstochern und Blechdingern

ihr Debütalbum ein. 4 Weitere sind in Planung. Diesem Heft sind 2 Kopien

dieses Meisterwerks beigelegt. Das liegt daran, dass wir mehr Vinyls

als Exemplare haben. Aber ihr wisst ja, das ist egal.

Biography text from Last.fm, available under CC BY-SA.